Zur Erleichterung der Eheschliessung zwischen deutschen Kolonialbeamten und deutschen Frauen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Zur Erleichterung der Eheschliessung zwischen deutschen Kolonialbeamten und deutschen Frauen hatte das Reichskolonialamt in letzter Zeit verfügt, dass den deutschen Bräuten von Schutzgebietsbeamten eine staatliche Beihilfe zu gewähren sei, wenn sie zwecks Vornahme einer Eheschliessung ihre Ausreise nach den Kolonien antreten. Die Auszahlung der Beihille sollte erst nach vollendeter Eheschliessung erfolgen, um Missbrauchen entgegenzutreten. Diese Vergünstigung ist in den letzten Monaten sehr häufig in Anspruch genommen worden, so dass die Eheschliessung von Kolonialbeamten mit deutschen Frauen in den Kolonien sich in einer aufsteigenden Linie bewegt. Bisher hatte einer Eheschliessung der Umstand im Wege gestanden, dass die Reise der Braut nach den Kolonien und der Transport des Heiratsgutes wegen Geldmangels nicht ausführbar war. Durch diese neue Verfügung dürfte auch den Mischehen entgegengearbeitet werden.

Da das Reichskolonialamt mit seinem Vorgehen gute Erlebnisse gezeitigt hat, so ist seinem Beispiel, auch die Reichspostverwaltung für die in den Kolonien tätigen Postbeamten gefolgt.

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