Schlagwort: Eingeborene

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Man soll nicht glauben, dass die Naturvölker keinen Wert auf die Pflege und Ausschmückung ihres äusseren Menschen legen, sie verwenden im Gegenteil in der Regel viel mehr Zeit darauf als bei uns der Durchschnittsmensch. Freilich ist ihr Streben dabei in der Regel nicht so sehr auf Reinlichkeit gerichtet — darauf legen sie meist gar keinen Wert —, als auf einen möglichst abenteuerlichen Aufputz. Und zwar tut sich nicht nur das schwache Geschlecht in dieser Hinsicht hervor, sondern vielfach im Gegenteil der Mann. Dies gilt namentlich auch für die Haartrachten. Freilich tragen viele Negerstämme lediglich ihren natürlichen wollhaarigen Krauskopf zur Schau und verzichten auf jede weitere Frisur, es gibt aber anderseits ebensoviele Stämme, denen der Aufputz ihres Kopfes sehr wichtig ist.

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Haartrachten der Eingeborenen in Afrika Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Nach den letzten Mitteilungen unsres ermordeten Mitarbeiters W. C. Dammköhler.

Soeben ist aus Neu- Guinea die Trauerkunde eingetroffen, dass unser Mitarbeiter W.C. Daminköhler von Eingeborenen ermordet worden ist.

Wenige Tage vorher hatten wir noch von ihm den nachstehend abgedruckten Brief erhalten, nach dessen Inhalt man auf einen derart traurigen Abschluss seiner langjährigen erfolgreichen Pioniertätigkeit in der Südsee nicht gefasst sein konnte. Die Ermordung Dammköhlers ist umso unbegreiflicher, als er als der beste Kenner des Innern Neu-Guineas galt und ausgezeichnet mit den Eingeborenen umzugehen verstand.

Dammköhler ist am 29. Dezember 1858 in Wriezen a. d. Oder geboren. Nach zwanzigjähriger wechselvoller Tätigkeit in Australien und in der Südsee, namentlich in Holländisch-Neu-Guinca, wandte er sich den deutschen Kolonien zu, namentlich dem deutschen Teil von Neu-Guinca, dem Kaiser-Wilhelmsland. —

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Deutsche Schutzgebiete Südsee Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Wer noch unverfälschtes afrikanisches Leben sehen will, der darf sich heutzutage nicht an der Küste oder an der Eisenbahn aufhalten, sondern muss tief ins Innere gehen und sich die Stämme anschen, die noch wenig mit Europäern in Berührung gekommen sind. Das ist natürlich ein wenig unbequem und vielfach nicht ganz ungefährlich, wenigstens in gesundheitlicher Hinsicht. Sonst kann dem Reisenden heute nicht viel passieren. Die Menschen sind jetzt überall soweit gebändigt, dass sie dem Weissen kaum etwas zu leide tun. Früher war das ein wenig anders, da wurde der Europäer im Innern von Togo manchmal sehr unliebenswürdig empfangen.

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Deutsche Kolonie Togo