Deutsche Schutzgebiete Beiträgen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die 25jährige Jubelfeier der Kolonie wird am 3. November festlich begangen werden. Am 19. August fand die erste Sitzung des neuen Gouvernementsrats statt. Im Anschluss daran tagte der Ausschuss zur Errichtung eines Bismarck-Denkmals. Von dem ursprünglichen Komitee waren noch zwei Mitglieder anwesend, Konsul Thiel und Gouverneur Dr. Hahl. Die Sammlung ist auf 10000 Mark angewachsen. Es kann somit zu der Verwirklichung des Planes geschritten werden. Der vorgelegte Bauentwurf und Kostenanschlag (11 000 Mark) fanden allseitige Billigung. Es wurde ein Arbeitsausschuss gebildet, der Sammelpflicht gedacht, ferner zum Orte des Bismarckturmes ein Hügel bei dem Erholungsheim Torna gewählt, der eine herrliche Fernsicht bietet über die nördliche Gazellehalbinsel, über den Georgskanal und die Blanchebucht nach den blauen Bergen von Neumecklenburg, während nach Südwesten und Südosten der leuchtende Ozean den Blick begrenzt, geteilt durch die schönen Berge von Baining. Eine herrliche Stätte, alljährlich das Feuerzeichen vom Turm über See und Inseln leuchten zu lassen! Am 3. November wird in Matupi die 25jährige Wiederkehr der Flaggenhissung festlich begangen werden. Im Anschluss hieran soll in Torna die Grundsteinlegung des Bismarck-Denkmals erfolgen. Das dortige Erholungsheim soll von da ab den Namen führen „Erholungsheim Bismarckhöhe“. Die Einweihung ist zum 1. April 1910 gedacht. Sinniger könnten unsre Landsleute in der Südsee die Jubelfeier des Teiles der Kolonie, der nach dem ersten Kanzler „Bismarck-Archipel“ genannt ist, nicht begehen.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“

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Deutsche Schutzgebiete Südsee Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Neu-Guinea ist es wohl wert, dass es neben den anderen Kolonien Deutschlands etwas mehr als gewöhnlich beachtet wird. Gibt es hier auch keine Diamanten wie in Südwest, fehlen auch viele Vorzüge, die Ost und West autzuweisen vermögen, so dürften doch in diesem noch niemals durchquerten, grossenteils wild zerrissenen Lande noch mancherlei Schätze verborgen liegen. Von Gold wird ja schon seit Jahren viel gemunkelt.

Aber auf der Welt sind doch nicht bloss die Diamanten und das Gold interessant und wertvoll, sondern auch die Menschern. Die meisten Leute wissen von den Südsee-Insulanern nur, dass sie Faulenzer, Diebe, Räuber, Mörder und abscheuliche Menschenfresser sind. Gewiss, das sind sie alles. Aber ihr finsteres, abstossendes Bild wird etwas freundlicher, wenn man sich die Ursachen und Beweggründe des zunächst unverständlichen Verhaltens dieser Menschen klar macht.

Viel wird über die Faulheit der Eingeborenen geklagt. Aber woher sollen sie denn fleissig sein? Alle Verhältnisse, das Klima und die religiösen Anschauungen, haben die Leute zu den „Faultieren“ gemacht, die man heute in ihnen sieht. Es ist ein Unterschied zwischen der Faulheit eines deutschen Landstreichers und der eines Papua. Die des letzteren ist verständlich und wenigstens teilweise entschuldbar; die des ersteren gibt es hier zu Lande überhaupt nicht. Verschiedene Umstände kommen bei der Beurteilung der papuanischen Faulheit in Betracht. Da ist einmal die Gütergemeinschaft. Was der Papua hat, ist niemals sein ausschliessliches Eigentum. Auf sein Schwein haben so und so viele andere Ansprüche. Ueber seine Hunde und Eberzähne kann keiner nach freiem Belieben verfügen, sondern er muss immer erst die ganze Sippe zu Rate ziehen, wenn er ein solches Wertstück veräussern will.

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Deutsche Schutzgebiete Südsee Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Die 25jährige Jubelfeier der Kolonie ist am 3. November festlich begangen worden. Schon am 19. August hatte gelegentlich der ersten Sitzung des neuen Gouvernementsrats der Ausschuss zur Errichtung eines Bismarckdenkmals getagt in Anwesenheit von Gouverneur Dr. Hahl und Konsul Thiel. Die Sammlung belief sich bereits auf 10 000 Mk. Es konnte somit zu der Verwirklichung des Planes geschritten werden. Der vorgelegte Bauentwurf und Kostenanschlag (11000 Mk.) fanden allseitige Billigung. Es wurde ein Arbeitsausschuss gebildet, der Sammelpflicht gedacht, ferner zum Orte des Bismarckturmes ein Hügel bei dem Erholungsheim Toma gewählt, der eine herrliche Fernsicht bietet über die nördliche Gazellehalbinsel, über den Gcorgskanal und die Blanchebucht nach den blauen Bergen von Neumecklenburg, während nach Südwesten und Südosten der leuchtende Ozean den Blick begrenzt, geteilt durch die prächtigen Berge von Baining. Eine herrliche Stätte, alljährlich das Feuerzeichen vom Turm über See und Inseln leuchten zu lassen! Der 3. November als Jahrestag der 25jährigen Wiederkehr der Flaggenhissung wurde als Tag der Grundsteinlegung des Bismarckturms gewählt.

Weiterlesen Die 25jährige Jubelfeier der Südsee-Kolonien

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aus dem Kunstmuseum Hamburg

Das Deutschtum offenbart ungeschwächt seine Kraft der Ausbreitung. Das sieht man an dem Streben zahlloser Deutscher, nicht nur in das Ausland, sondern in neuerer Zeit auch in unsre Kolonien zu gehen. Wir können hier draussen in der Tat Pioniere gebrauchen, das heisst Männer, die mit dem Willen und mit der Fähigkeit hierher kommen, etwas zu leisten. Allein mannigfach musste ich der noch sehr fest sitzenden Meinung begegnen, dass es da draussen doch noch recht gefährlich sei. Nun, ich war drei Jahre in Neu-Guinea und bin jetzt im Begriffe, abermals drei Jahre da zu absolvieren. Zu allgemeinem Nutz und Frommen will ich daher etwas von unserm Leben hier draussen erzählen, vor allem davon, wie es an die weisse Frau herantritt.

Die Reise nach Neu-Guinea dauert wenigstens 6 Wochen, und schon hierbei tritt dem jungen Menschenkinde, das zum ersten Male den engen Kreis seiner Heimat verlässt, ein zur Wirklichkeit gewordenes Tausend und eine Nacht entgegen. Schnell bringt uns die Eisenbahn aus der Heimat nach dem südlichen Europa. In Neapel heisst es von Europa Abschied nehmen, ein Dampfer des Norddeutschen Lloyd nimmt uns auf und bringt uns dem Ziele entgegen.

Weiterlesen Die deutsche Frau in der Südsee

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