Kategorie: Windhuk

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Zur zwanzigjährigen Jubelfeier unsrer südwestafrikanischen Metropole.

Die Wahl des damals unbewohnten Platzes Windhuk für die Gründung der Hauptstadt von Deutsch-Südafrika vor nunmehr zwanzig Jahren, im Herbst 1890, war ein besonders glücklicher Griff des damaligen Landeshauptmanns v. Francois, der überhaupt eine hervorragende Begabung dafür besass, die natürliche Bedeutung derartiger Ortslagen in verkehrspolitischer und strategischer Beziehung auszunutzen. Windhuk liegt unmittelbar am Nordfluss des Auasgebirges, dessen mächtige Mauer gerade an dieser Stelle durch eine tiefe Bresche, den Pass von Aris, in zwei Flügel zerlegt wird. Ueber den Pass geht die grosse Strasse nach dem Süden, der auch die jetzt im Bau begriffene Eisenbahn Windhuk—Keetmans-hoop folgen wird. Neben dieser grössten und wichtigsten Binnenroute des Landes beherrscht Windhuk aber auch die Strasse nach dem Osten, nach Gobabis und Betschuanaland, die auf der Nordseite des Auasgebirges entlang führt, und verschiedene, fächerförmig von hier ausstrahlende Wege nach Westen und Südwesten. Ausser durch seine Lage ist es aber auch durch seinen Wasserreich tum zu einem wichtigen Zentralpunkt mit relativ starker Bevölkerung vorherbestimmt. Für Südwestafrika ist das eine Rücksicht von entscheidender Bedeutung.

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Kolonie und Heimat Windhuk