Kategorie: Neuguinea-Kompagnie

aus dem Kunstmuseum Hamburg

I. Abschnitt, II. Abschnitt, III. Abschnitt, IV. Abschnitt, V. Abschnitt, VI. Abschnitt, VII. Abschnitt, VIII. Abschnitt, IX. Abschnitt, X. Abschnitt.

Kaiser Wilhelmsland (181000 qkm), der Bismarck-Archipel (52000 qkm) und die nordwestlichen Salomonen (22000 qkm) stellen mit 255000 qkm Gesamtfläche unsern ausgedehntesten Südseebesitz dar und sind zugleich die einzige deutsche Kolonie, die noch nicht Staatseigentum ist. Sie gehört vielmehr einer Privatgesellschaft, der Neuguinea-Kompagnie, deren selbst gewählter Landeshauptmann die staatlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten leitet.

Kaiser Wilhelmsland umfasst den nordöstlichen Teil der politisch unter England, Holland und Deutschland geteilten Insel Neuguinea, die das Bindeglied zwischen Asien und Australien und die zweitgrösste Insel der Welt ist. Die durch landschaftliche Schönheiten ausgezeichnete Küste kann ohne Fährlichkeiten befahren werden, weil die sie begleitenden Korallenriffe sich in schmalem Saum dicht am Ufer halten und rasch zu grosser Meerestiefe absinken und weil vortreffliche Einfahrten in die geschützten Häfen führen, die obendrein durch deutliche Landmarken, meist durch Vulkaninseln, bezeichnet werden. Somit sind die Gestade Kaiser Wilhelmslandes, die Finsch-, Hansemann-, Maclayküste u. s. w., dem Seeverkehr viel günstiger als die afrikanischen Küsten, und ebenso besitzen die Salomonen 1) und der Bismarck-Archipel2) sichere und brauchbare Ankerplätze, nur dass hier die zahllos vorgelagerten Riffe den Zugang in mehr oder minder hohem Grade erschweren. Namentlich die quellenreiche Gazellenhalbinsel auf Neupommern hat Überfluss an Buchten. An der Blanchebai liegt Herbertshöhe, der Hauptverwaltungssitz für den östlichen, die Salomonen und den Bismarck-Archipel umfassenden Verwaltungsbezirk, während auf den benachbarten Eilanden Matupi und Mioko die wichtigsten Plantagen und Faktoreien des Inselgebietes errichtet sind.

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Deutschlands Kolonien Neuguinea-Kompagnie