Kategorie: Marshall-Inseln

aus dem Kunstmuseum Hamburg

I. Abschnitt, II. Abschnitt, III. Abschnitt, IV. Abschnitt, V. Abschnitt, VI. Abschnitt, VII. Abschnitt, VIII. Abschnitt, IX. Abschnitt, X. Abschnitt.

Die unter der Gesamtbezeichnung Mikronesien zusammengefassten Karolinen-, Marshall- und Gilbertinseln bilden ihrer Naturbeschaffenheit und ihren Bewohnern nach ein Ganzes. Die erstgenannte Gruppe ist Eigentum der Spanier, die letzte gehört den Engländern, und die mittlere, die 1788 von dem britischen Kapitän Marshall entdeckt wurde und in unserm Dichter Adalbert v. Chamisso einen begeisterten Schilderer fand, ist deutscher Besitz. Wohl nimmt der Meeresraum, der den Archipel zwischen 4 und 15° N, 161 und 174° O begrenzt, 350000 qkm Fläche ein, aber in der das Königreich Preussen an Grösse übertreffenden Wasserwüste ist ein verschwindend kleines Inselgebiet zerstreut, das mit 410 qkm oder, einschliesslich der Brown- und Providenceinseln, mit 450 qkm Flächeninhalt kaum dem Umfange des Freistaates Hamburg gleichkommt. Aus allen diesen Gründen sind die Marshall-Inseln unser kleinstes und wirtschaftlich unser unbedeutendstes Schutzgebiet, das von jeher das Stiefkind unseres Interesses war, weil es, weit abgelegen vom Strome des Weltverkehrs, wegen seiner Entfernung1), seiner beschränkten räumlichen Ausdehnung und seiner geringen Bevölkerungszahl im Welthandel keine Rolle spielt.

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