Kategorie: Kamerun

aus dem Kunstmuseum Hamburg.

Veröffentlicht der Regierungsarzt in Garua Dr. Vorwerk im „Amtsblatt lür das Schutzgebiet Kamerun“ einen interessanten Bericht. Dr. Vorwerk zeichnet ein Bild von der physikalisch-geographischen Beschaffenheit des Landes und lässt uns daraus erkennen, dass an eine Ausrottung der seit Jahrhunderten hier eingenisteten Malaria für die nächste Zeit schwerlich wird zu denken sein. Infolgedessen kommt cs für das erste nur darauf an, mit kleinen Mitteln vorzugehen, beispielsweise durch Schaffung gesundheitsgemässer Anlagen durch den Bau gesunder Häuser, durch Sorge für zweckmässige Lebensweise usw. ln Deutsch-Adamaua sind in letzter Zeit die Häuptlinge schon allmählich dazu übergegangen, sich Lehmhäuser im arabischen Sil zu bauen. Dr. Vorwerk hat in letzter Zeit eine gesundheitliche Belehrung der ältesten Schüler der Regierungsschulen begonnen und hat mit ihnen der wichtigsten Landeskrankheiten und ihre Verhütung durchgesprochen. Von der älteren Generation wird man das kaum erwarten können, dass sie sich noch neuen hygienischen Ideen zugängig erweist. Einen Vorteil hat das Land insofern, als der Alkoholismus bei der überwiegend mohammedanischen Bevölkerung ganz ausfällt. Der Heide dagegen scheint in allen Abschnitten des Landes ohne sein Durrhabier nicht leben zu können, und man rastet in keinem Heidendorf, wo nicht zu den Kalabassen mit Mehlbreiverpflegung für die Träger einige Töpfe Bier, als im wirklichen Sinne flüssiges Brot, hin gesetzt werden. Das Getränk scheint aber überall erheblich leichter zu sein als alle europäischen alkoholischen Erzeugnisse, und daher kommt es wohl auch, dass man von den in Deutschland so häufigen und vielberufenen Folgen des chronischen Bierpotatoriums dort gar nichts hört.

Weiterlesen Über die gesundheitlichen Zustände in Nord-Kamerun

Kamerun

aus dem Kunstmuseum Hamburg

I. Abschnitt, II. Abschnitt, III. Abschnitt, IV. Abschnitt, V. Abschnitt, VI. Abschnitt, VII. Abschnitt, VIII. Abschnitt, IX. Abschnitt, X. Abschnitt.

Kamerun, unsere wertvollste Handels- und Plantagenkolonie, liegt im innersten Winkel des Busens von Guinea und berührt den Atlantischen Ozean mit einem 320 km langen Küstenstreifen, der ungefähr der Entfernung zwischen Berlin und Breslau entspricht. Umgeben von englischem und französischem Kolonialbesitz, verbreitert es sich fächerförmig ins Innere und dringt mit einer keilartigen Spitze bis zu dem ausgedehnten Binnenmeere des Sudan, dem Tsadsee (250 m), vor. Mit 495 000 qkm Flächeninhalt steht Kamerun nur wenig hinter dem Deutschen Reiche zurück und stellt unser drittgrösstes Schutzgebiet dar.

Der Name Kamerun ist dem portugiesischen Worte camarão (Seekrebs) entlehnt und kam ursprünglich bloss einem beschränkten Küstenstriche zu. Die ersten Entdecker, die Portugiesen, fanden nämlich in einer Bucht Millionen kleiner Krabben, die auch heute zeitweilig in ungeheuren Mengen auftreten und ein beliebtes Nahrungsmittel bilden. Diese merkwürdige Erscheinung gab Veranlassung zu dem Namen Kamerun- oder Krabbenbucht, der jetzt auf das ganze Schutzgebiet angewendet wird.

Weiterlesen Landes- und Volkskunde der deutschen Schutzgebiete: Kamerun

Deutschlands Kolonien Kamerun

Kamerun Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Es musste natürlich eine Hauptsorge unserer Verwaltungsbehörden sein, die Verkehrswege zu verbessern und auszubauen, wenigstens zunächst zwischen den Hauptstationen im Innern und der Küste leid ich brauchbare Verbindungen zu schaffen, da sonst die Beherrschung des Landes unmöglich gewesen wäre. Soweit möglich, ist dies in Anlehnung an die vorhandenen Wasserwege geschehen.

Die meisten Ueberlandwege knüpfen an frühere Eingeborenenpfade an, die verbreitert und verbessert worden sind. In den gewaltigen Waldgebieten Kameruns verursacht natürlich die Unterhaltung brauchbarer Wege grosse Schwierigkeiten und Kosten.

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Kamerun Kolonie und Heimat