Kategorie: Kamerun

aus dem Kunstmuseum Hamburg

I. Abschnitt, II. Abschnitt, III. Abschnitt, IV. Abschnitt, V. Abschnitt, VI. Abschnitt, VII. Abschnitt, VIII. Abschnitt, IX. Abschnitt, X. Abschnitt.

Kamerun, unsere wertvollste Handels- und Plantagenkolonie, liegt im innersten Winkel des Busens von Guinea und berührt den Atlantischen Ozean mit einem 320 km langen Küstenstreifen, der ungefähr der Entfernung zwischen Berlin und Breslau entspricht. Umgeben von englischem und französischem Kolonialbesitz, verbreitert es sich fächerförmig ins Innere und dringt mit einer keilartigen Spitze bis zu dem ausgedehnten Binnenmeere des Sudan, dem Tsadsee (250 m), vor. Mit 495 000 qkm Flächeninhalt steht Kamerun nur wenig hinter dem Deutschen Reiche zurück und stellt unser drittgrösstes Schutzgebiet dar.

Der Name Kamerun ist dem portugiesischen Worte camarão (Seekrebs) entlehnt und kam ursprünglich bloss einem beschränkten Küstenstriche zu. Die ersten Entdecker, die Portugiesen, fanden nämlich in einer Bucht Millionen kleiner Krabben, die auch heute zeitweilig in ungeheuren Mengen auftreten und ein beliebtes Nahrungsmittel bilden. Diese merkwürdige Erscheinung gab Veranlassung zu dem Namen Kamerun- oder Krabbenbucht, der jetzt auf das ganze Schutzgebiet angewendet wird.

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Deutschlands Kolonien Kamerun

Kamerun Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Es musste natürlich eine Hauptsorge unserer Verwaltungsbehörden sein, die Verkehrswege zu verbessern und auszubauen, wenigstens zunächst zwischen den Hauptstationen im Innern und der Küste leid ich brauchbare Verbindungen zu schaffen, da sonst die Beherrschung des Landes unmöglich gewesen wäre. Soweit möglich, ist dies in Anlehnung an die vorhandenen Wasserwege geschehen.

Die meisten Ueberlandwege knüpfen an frühere Eingeborenenpfade an, die verbreitert und verbessert worden sind. In den gewaltigen Waldgebieten Kameruns verursacht natürlich die Unterhaltung brauchbarer Wege grosse Schwierigkeiten und Kosten.

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Kamerun Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die Vogelwell Kameruns ist ziemlich reich an Arten. Bei dem Wasserreichtum des Landes treten natürlich die Schwimm- und Wasservögel in den Vordergrund. Die Flüsse und Sümpfe wimmeln von zahllosen Schwimmvögeln, Enten-und Gänsearten. Daneben treffen wir alle möglichen Arten von Störchen und Reihern. Der Wald ist von Papageien der verschiedensten Gattung, von Nashornvögeln, Pisangfressern (Turakos), Adlern, Aasgeiern, Falken und zahlreichen kleinen Vogelarten bevölkert.

Unter den Raubvögeln ist namentlich der Schopfadler zu nennen, der grösste Raubvogel Westafrikas.

Singvögel in unserm Sinne gibt es in Kamerun wie überhaupt in den Tropen nicht. Das fröhliche Gezwitscher und Jubilieren, das bei uns im Frühjahr und Sommer den Wald erfüllt, werden wir daher in Kamerun vergeblich suchen. Dagegen wetteifern die verschiedenen Vogelarten durch die Farbenpracht des Federkleides miteinander.

Wie in Ostafrika sind auch in Kamerun die Webervögel sehr häufig, ja man könnte sie fast die Spatzen Afrikas nennen. Die Männchen haben ein prächtig gelbes Federkleid, die Weibchen sind bescheiden grau gefärbt. In der Paarungszeit nimmt das Federkleid jedoch eine lebhaftere Färbung an.

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Kamerun Kunst in den Kolonien Zentralafrika